Angela Fischer design 2000Angela Fischer design 2000 mit Verkauf und Montage wieder in der Erfolgsspur
Mühsam ernähre sich das Eichhörnchen und steter Tropfen höhle den Stein, heißt es in bekannten Sprichwörtern. Angela Fischer und ihr Ehemann Otmar gaben niemals auf, auch nicht, als den Rathenowern das wirtschaftliche Wasser bis zum Hals stand.
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| Angela und Otmar Fischer (mi.) mit Hans-Jürgen Wodtke und dem Internetauftritt aufwww.tueren-design.de. Foto: Wernitz |
Wie die Rathenower Firma Fischer Design sich nach einer Insolvenz und zwei Großbaustellen vor der Tür zurück in den Markt kämpfte
Von Joachim Wilisch
Es ist noch nicht lange her, da ratterten vor den Türen der Firma Fischer Design im Grünauer Weg die Baumaschinen. Der Kreisel Milower Straße und Grünauer Weg wurde gebaut. „Da wurde es für Kunden, die unsere Geschäftsräume aufsuchen wollten richtig schwierig", sagt Angela Fischer.
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| Zufrieden mit der Internetpräsenz: Hans-Jürgen Wodtke, Angela und Ottmar Fischer (v. I.) FOTO: RIETSCHEL |
Die Insolvenz der Firma, die Bauelemente plant und montiert, ist zwar schon einige Jahre her -es war 1997 - aber der Weg zurück ins Geschäftsleben war schwer. Das bestätigte jetzt auch noch einmal Angela Fischer. „Wichtig war für uns in dieser Situation, dass unsere Bank zu uns gehalten hat und ein interessanter Internetauftritt." Mit dem Internetauftritt ist es gelungen, neue Kunden auf den Betrieb aufmerksam zu machen. Kürzlich wurde die Internetpräsenz überarbeitet.
Ottmar Fischer erinnert sich, wie er in den Jahren nach der Insolvenz weite Wege in Kauf genommen hat, um seine Produkte zu montieren. „Aber wir konnten überzeugen", sagt er. „Wir haben vielleicht nicht immer die günstigsten Preise gehabt aber die beste Beratung und die vollständigsten Angebote." So sei vermieden worden, dass der Kunde erst nach Auslösung eines Auftrages von weiteren Kosten erfährt.
Darüber wird in der Geschäftswelt geredet und inzwischen ist es so, dass Kunden auf Empfehlung kommen. „Geh" doch mal zum Fischer", heißt es. Da werde man gut beraten. Ein Schmuckstück, das Otmar Fischer im Moment sehr gerne präsentiert ist eine Tür, die nach denkmalrechtlichen Auflagen geplant wurde.
Norbert Heise freut sich, dass es in dem Betrieb schwungvoll weitergeht. „Die Internetpräsenz ist natürlich wichtig", weiß er zu berichten. Und er hat sich Zahlen herausgesucht, die belegen,dass der Bauelemente-Markt hart umkämpft war und ist. „Als die große Zeit der Ich-AG angebrochen war, hatten wir alleine in der Stadt Rathenow 31 Neuanmeldungen in zwei Jahren." Zurzeit drängeln sich insgesamt 53 Unternehmen in Rathenow auf diesem Marktsegment. „Das ist viel", erklärt Heise. Schon deshalb sei es notwendig, dass man sich von den Mitbewerbern positiv unterscheide.
Auch Fred Meier vom Verein „Unternehmer für Rathenow" hält die Internetpräsenz für einen wichtigen Teilbereich. „Viele Kunden schauen sich heutzutage erst einmal im Internet um, um zu wissen, was es für Angebote gibt."
Nach mehr als zehn Jahren strengster Disziplin läuft es also wieder rund bei Fischer Design. Die Einschränkungen durch die Bauarbeiten am Kreisverkehr sind vorbei, das Umfeld ist inzwischen ansprechend gestaltet. Für Angela Fischer und ihren Mann ist das ein Grund, das Weihnachtsfest mit Ruhe und Gelassenheit zu begehen. „Wir hatten viel Hilfe und sind sehr dankbar", sagt das Ehepaar. Ein Mutmacherbeispiel in unsicheren Zeiten.
Quelle: MAZ vom 10. Dezember 2011